Siebdruck eignet sich hervorragend, um Designs auf verschiedenste Oberflächen zu bringen, von Stoff über Kunststoff bis hin zu Metall. Doch was wirklich entscheidet, ob ein Druckauftrag gut gelingt oder nicht? Der Rakel. Dieses einfache Werkzeug hat einen großen Einfluss darauf, wie die Farbe aufgetragen wird, wie das Endergebnis aussieht und wie schnell die Produktion voranschreitet. Den richtigen Rakel zu finden, ist nicht immer einfach, da es zahlreiche Optionen gibt. Unterschiedliche Materialien spielen eine Rolle, die Härte verändert vieles erheblich, und auch Größenunterschiede können das Ergebnis beeinflussen. Druckereien investieren oft Zeit in das Testen verschiedener Rakel, bevor sie sich für das optimale Modell entscheiden, das am besten zu ihren spezifischen Anforderungen passt.
Es ist wichtig zu verstehen, wie man den richtigen Rakel für verschiedene Siebdruckanwendungen auswählt, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Dieser Artikel beschreibt bewährte Praktiken, die Drucker dabei unterstützen, Rakel auszuwählen, die auf ihre spezifischen Druckanforderungen abgestimmt sind.
Grundlagen zum Rakelverstehen
Arten von Rakelklingen und Materialien
Rakel werden mit Klingen aus verschiedenen Materialien wie Polyurethan, Naturkautschuk und Verbundmischungen angeboten. Polyurethanklingen bieten eine hervorragende chemische Beständigkeit und Langlebigkeit, weshalb sie sich ideal für lösemittelbasierte Druckfarben eignen. Klingen aus Naturkautschuk zeichnen sich durch eine überlegene Farbaufnahme und -abgabe aus und sind für wasserbasierte und Plastisollacke geeignet.
Die Wahl des richtigen Klingenmaterials hängt von der Art der Tinte, dem Drucksubstrat und der gewünschten Oberflächenqualität ab.
Bedeutung des Durotesters (Härte)
Die Duroplast-Härteangabe einer Rakelklinge gibt an, wie hart diese ist, gemessen mit der Shore-A-Skala. Weichere Klingen, mit Werten zwischen 60 und 70 auf dieser Skala, neigen dazu, sich stärker an das Siebgestebe und die Oberfläche, auf die gedruckt wird, anzupassen. Diese Flexibilität führt zu dickeren Tintenaufträgen, die sich besonders gut für raue Stoffe oder spezielle Tinten eignen, die eine stärkere Deckung benötigen. Im Gegensatz dazu erzeugen härtere Klingen mit einer Härte von 80 bis 90 Shore A deutlich dünnere Tinktschichten. Diese sind ideal für detaillierte Drucke und Siebe mit vielen kleinen Öffnungen, da sie das Material durchdrücken, ohne die Details zu verwischen. Siebdrucker wählen die Klingen in der Regel je nach Anforderung ihres Auftrags aus, wobei sie zwischen Deckkraftbedarf und Druckqualität abwägen.
Die Abstimmung der Klingenfestigkeit mit den Druckanforderungen gewährleistet eine gleichmäßige Farbabdeckung und scharfe Bilder.
Abstimmung der Rakelmerkmale auf die Druckanwendungen
Auswahl von Größe und Form für Präzision und Abdeckung
Schrägwischer die Größe beeinflusst die Menge der Farbausbreitung und die Handhabbarkeit. Längere Klingen überstreichen breitere Flächen schneller und erhöhen die Produktionsgeschwindigkeit bei großen Drucken. Schmalere Klingen bieten mehr Kontrolle für detaillierte oder kleinteilige Arbeiten.
Auch die Form der Klinge – quadratische Kante, runde Kante oder Schrägschliff – beeinflusst die Druckqualität. Quadratische Kanten liefern scharfe Linien, runde Kanten erzeugen weichere Drucke und Schrägschliffkanten reduzieren den Verschleiß an Sieben bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen.
Berücksichtigung des Druckmaterials und des Tintentyps
Verschiedene Substrate wie Textilien, Kunststoffe, Glas oder Metall erfordern spezifische Rakelwahl. Für flexible Gewebe verhindern weiche Klingen Schäden und gewährleisten eine gleichmäßige Tintenverteilung. Bei starren Oberflächen ermöglichen feste Klingen eine konsistente Schichtbildung.
Auch die Viskosität der Tinte und die Trockenzeit beeinflussen die Wahl des Rakels. Dickflüssige oder langsam trocknende Tinten können von weicheren Klingen profitieren, um eine bessere Aufnahme zu gewährleisten, während schnell trocknende Tinten oft feste Klingen für einen schnellen und sauberen Abdruck benötigen.
Wartungs- und Ersetzungsempfehlungen
Regelmäßige Inspektion und Klingenwechsel
Rakelklingen verschleißen im Laufe der Zeit, werden angestoßen, abgerundet oder ungleichmäßig, was die Druckqualität beeinträchtigt. Regelmäßige Kontrolle auf Schäden und rechtzeitiger Austausch sind entscheidend.
Einige Fachleute empfehlen, die Rakelblätter alle paar tausend Abzügen auszutauschen oder sobald sichtbare Druckfehler auftreten. Der Vorrat an Ersatzblättern verhindert Produktionsausfallzeiten.
Richtiges Reinigen und Lagern
Nach jedem Druckdurchgang sorgfältiges Reinigen des Rakelblatts entfernt Resttinte und verhindert Kontaminationen. Die Verwendung von Lösungsmitteln, die mit dem Blattmaterial verträglich sind, verlängert dessen Lebensdauer.
Das flache Lagern der Rakeln und das Vermeiden von direkter Sonneneinstrahlung oder extremer Temperaturen bewahrt die Flexibilität und Formstabilität des Blatts.
FAQ
Wie wähle ich die richtige Shorehärte für meine Rakel?
Berücksichtigen Sie Ihre Gewebeanzahl und die Tintenart: weichere Blätter für grobe Gewebe und dicke Tinten, härtere Blätter für feine Details und dünne Tinten.
Kann eine Rakel für mehrere Substrate verwendet werden?
Obwohl es einige vielseitige Abstreifer gibt, ist es am besten, die Eigenschaften der Klinge an jedes Substrat anzupassen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Wie oft sollte ich meine Rakelblätter austauschen?
Ersetzen Sie die Rakeln, wenn Sie Probleme mit der Druckqualität oder sichtbaren Verschleiß bemerken; eine routinemäßige Ersetzung alle paar tausend Drucke ist üblich.
Welche Reinigungsmethoden verlängern die Lebensdauer von Rakeln?
Verwenden Sie kompatible Lösungsmittel und reinigen Sie die Rakeln direkt nach Gebrauch; vermeiden Sie aggressive Chemikalien, die das Rakelmaterial angreifen.